Sonntag, 22. November 2015

Geleit

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist, als die Welt des Traumes.“ 
Salvador Dali

"Die Anderen" im Prozess auf dem Lithografie Stein
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Mich fasziniert eine Wanderung zwischen der gewohnten materiellen und einer fantastischen Welt, das Spiel mit den Übergängen zwischen dem Wachsein und den Träumen. Ob ich ein Traktat von etwas Erlebtem, einem Traum, einer ausgedachten Welt, Legende, Idee oder der Wirklichkeit darstelle, ist eine Sache der eigenen Interpretation. 

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Eine Arbeit, die leider kaputt gegangen ist, aber eventuell noch fertig gemacht wird

Meine Arbeiten sind literarisch, allerdings ist für mich die Geschichte erzählt, sobald sie auf dem Blatt, dem Stein oder einem anderen Medium geschrieben steht. In Russland sagt man auch, dass man ein Bild schreibt und nicht malt. 

Danach ist der Betrachter dran, wenn er denn Lust hat, sich einzulassen, in diese Welt zu versinken und zu entscheiden, wie er diese Arbeit sehen will, von welchem Standpunkt aus. Ob er versucht, durch meine Augen zu blicken, durch die Schablonen, die er durch meine Biografie meint zu erkennen oder ob der aktive Seher von seiner eigenen Geschichte aus losgeht und seine Welt in meine Arbeiten pflanzt.

Meine Grafiken gehören mir so lange ich an ihnen arbeite. Danach sind sie zwar von mir gemacht, befinden sich aber im Besitz des Augenblicks ihres Betrachters.

Ich werde nicht alles aufschlüsseln, worum es explizit in meinen Grafiken geht. Ich sehe es aber als eine schöne Möglichkeit im Allgemeinen aufzuschreiben, was mich zum Arbeiten bewegt.

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"Mangold"  Fragment einer Bleistiftzeichnung

Mehr Bilder und Informationen zu Schablithografien, Zeichnungen und anderen Annas Kunstwerken finden Sie auf Annas Website www.andropova.de .

Samstag, 21. November 2015

Kokon - Matroschka aus Porzellan


DIE PHILOSOPHIE


Matroschka, eine Puppe, die sich entuppt.
Matroschka, eine Puppe, die sich entpuppt.
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Diese Porzellanwesen sind aus der Ursprungsform des Kultobjekts aus Russland entstanden. Matroschka bedeutet grob übersetzt Mutter. Es ist schwierig, das in einem einzigen deutschen Wort feiner rüber zu bringen.

Es ist die Mutter in ihrer Tat: Aus dem einen entsteht etwas anderes. So wie die Zelle sich teilt und teilt und weiter teilt. Es ist aus dem Einen - in dem Einen entstanden, ist ein Teil des Ganzen, aber allein im Sinne von Selbstständig (das Wort "Allein" auseinander genommen, ergibt: "All" - "ein").

So sind auch diese Figuren wie Gefäße als Allegorie, die einen Inhalt preisgeben.

Matroschka, klein, offen - Porzellan, handverziert von Anna Andropova
Matroschka, klein, offen - Porzellan, handverziert von Anna Andropova
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Durch die Entfremdung vom Kultobjekt, durch das Abblättern der gewohnten Fassade löst sich die Form. Man erkennt hier den Ursprungskörper eines Kokons, einer Puppe. So kommt man wieder zu der Übersetzungshinderung von zuvor. Eine Matroschka ist eine Puppe, die sich entpuppt.
    
Die Gegebenheit des Porzellan bietet durch das Weiß, das Unbefleckte und das untypische Material für dieses Objekt eine Entfremdung von der verzierten Attrappe zum Blick auf den Ursprung der Fassung. Nun können daurauf neue Welten aufgebracht werden, die sich wieder entpuppen und weiter entpuppen.


Matroschka aus Porzellan - eine Geschenkidee
Matroschka aus Porzellan - eine Geschenkidee
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Mehr Bilder und Informationen zu Porzellanfiguren Matroschka und anderen Annas Kunstwerken finden Sie auf Annas Website www.andropova.de

Freitag, 20. November 2015

Über mich und meine Arbeit





Anna Andropova - Künstlerin, vor allem in Kunstbereichen wie Porzellanankunst , Schablithografie , Design; Farbgrafik, Zeichnungen, Buchkunst


Über mich:

Ich bin am 13.Februar 1988 in Sankt Petersburg in Russland geboren und kam mit 7 Jahren nach Deutschland, lebte zuerst vier Jahre in Ingolstadt, doch dann zogen wir nach Berlin. Hier begann eine spannende Zeit mit Theater spielen und der Arbeit im Kunsthaus Tacheles usw.

Die größte Prägung in der Kunst begann aber schon in Russland, wo meine Mutter mich durch die Galerien in St.Petersbug "schleppte" und mir spannende Geschichten über die Künstler und deren Werke erzählte.

Mich faszenierten und faszenieren immer noch die alten Meister und andere, allerdings verstand ich damals schon, dass vor Allem die Surrealisten meine Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Sie erinnerten mich an meine Träume und Vorstellungen vom Absurden dieser Welt.


St. Petersburg (2011), Foto: Marco Krause
St. Petersburg (2011), Foto: Marco Krause
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2009 wurde ich dann an der Burg Giebichenstein aufgenommen und hier begann das bisher größte Abenteuer, der Weg mich komplett für die bildende Kunst zu entscheiden. Es gab viele Höhen und Tiefen. Die Suche nach sich selbst (auch wenn sich das durchgekaut anhört) und der eigenen Handschrift. Es hat lange gedauert bis ich sie fand.

Es gab und gibt aber so einige Künstler auf meinem Weg, die mich begleitet und geprägt haben, so dass ich mich tatsächlich tatsächlich weiterentwickelt habe und einige Tiefs hinter mir gelassen habe.


Auf der Kröllwitzbrücke vor der Burg Giebichenstein, Halle(Saale), 2014, Foto: Alim Pasht-Han
Auf der Kröllwitzbrücke vor der Burg Giebichenstein, Halle(Saale), 2014, Foto: Alim Pasht-Han
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Über meine Arbeit:



Ich habe im Juli 2015 mein Diplom an der Kunsthochschule Halle, der Burg Giebichenstein gemacht und erhoffe mir durch diese Öffentlichkeitsarbeit auf eigenen Beinen stehen zu können. Mit der Kunst ist es schwierig Fuß zu fassen, da es ein überflutetes Medium ist, allerdings denke ich schon, dass mein Können Potenzial dafür hat.



"Im Hinterzimmer" - Schablithografie (2010)
"Im Hinterzimmer" - Schablithografie (2010)
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Ich arbeite größtenteils mittels der Kunstgrafik wie der Schablithografie, einer sehr seltenen Steindruck Technik, die man als Steingravur bezeichnen könnte. Ich arbeite aber auch mit Bleistift, Buntstift, der Porzellanmalerei und mache meine ersten Versuche mit Öl. Ich möchte mich aber nicht durch die Kunst in die Schranken weisen lassen und kann mir auch meine Arbeiten als Design auf anderen Medien gut vorstellen.


Durch das anfängliche Studium an der Burg beherrsche ich neben dem Zeichnen auch die Buchbindetechniken und habe so einige eigene Techniken entwickelt, die man gut in einem Verlag umsetzen kann. Sie müssen nicht als Kunstobjekt bleiben, sondern könnten auch im kommerziellen Sinne von mir für Kinderbücher etc. verkauft werden.

Ebenso eignen sich meine Zeichnungen als Illustrationen. Ich würde mir wünschen, dass durch diese Veröffentlichungen eine Zusammenarbeit mit Galeristen, Designern, Verlagen und Schriftstellern entstehen würde. Deshalb melden Sie sich bei mir oder empfehlen Sie mich weiter. Das würde mich sehr freuen.


Meine Arbeit hat zwar einen großen intellektuellen, philosophischen Hintergrund, vollziehen aber trotz dem auch einen dekorativen, schönen Sinn. Das eine widerspricht dem anderen ja nicht.



"Allegorie" - Ausschnitt einer Schablithografie, 2011
"Allegorie" - Ausschnitt einer Schablithografie, 2011
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Ein wichtiger Aspekt, der mich zu meiner Bildfindung bringt, ist der Gedanke an eine facettenreiche, komplexe Welt und die Möglichkeit der Wahrnehmung mehrschichtiger Ebenen davon, einzeln oder gleichzeitig. In meinen Grafiken leben Landschaften innerhalb der persönlichen Gefühlsebenen, meiner Umgebung, des Bekannten gegenüber dem Unvorstellbaren, außerhalb einer gewöhnlichen Realitätswahrnehmung. Mich faszinieret eine Wanderung zwischen der gewohnten materiellen und einer fantastischen Welt, das Spiel mit den Übergängen zwischen dem Wachsein und den Träumen.

Ich werde demnächst hier einige Texte veröffentlich, die vielleicht ein wenig mehr von der Philosophie meiner Arbeit aufdecken werden. Auch zur Technik und Bildfindung wird hier so einiges bald publiziert.

Ich freue mich auf die Leser!



Anna Andropova bei der Arbeit in der Lithografie Werkstatt der Burg Giebichenstein
In der Lithografie Werkstatt der Burg Giebichenstein
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