Dienstag, 8. Dezember 2015

Meine Flügel


Vergeht ein Tag. 

Der erste. 
Zweite. 

So gehen wir.

"Endlos" - Schablithografie
"Endlos" - Schablithografie ᛝ www.andropova.de ᛝ


Die Welt, sie bleibt bestehen. 
Und aus der Hand gleitet eine dünne Linie, zart und filigran. Verwandelt sich in einen Flügel. 

Der erste.
 Zweite. 

Aus dem Kokon schlüpft eine Libelle - und hinter ihr dann eine ganze Welt. 
Du gleitest in diese Welt hinein, in einen Traum und landest
im Moment, im hier und jetzt.

Die Mannigfaltigkeit wächst zur Kosmogonie heran. 
Und jeder Künstler ist ein Schöpfer dessen.



"Mannigfaltigkeit" - Zeichnung, Fragment
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Sonntag, 6. Dezember 2015

Neo Barock


..."Der Eindruck der Verworrenheit der Welt täusche also und bilde sich nur im menschlichen Verstand ab, der innerhalb der Grenzen des empirischen Wissens verbleiben muss. Der anamorphotische Standpunkt liegt damit unerreichbar außerhalb der menschlichen Sphäre.“

(„Der entstellte Blick: Anamorphosen in der Kunst, Literatur und Philosophie“ von Kyung-Ho Cha und Markus Rautzenberg, Seiten 10-11)

"Serafim - Tetramorph", Fragment - Schab-Lithografie - Galerie Schablithographie
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So geht es mir selber um eine eigene uneingeschränkte und flexible Denkweise, die ich erreichen möchte, um auf meine Umgebung, auf andere, auf die Kunst und auf mich selbst ohne Scheuklappen, nüchtern und offen gegenüber treten zu können. Allerdings beschreibt das auch den Konflikt, dass das menschliche Unvermögen über seine Perspektive hinaus sehen zu können, präsent ist. Sowohl die Form, als auch der Inhalt meiner Arbeiten lädt ein, beim Betrachten in Bewegung zu bleiben. 

Hier ist der Schnittpunkt meines künstlerischen Gedankens zwischen dem kosmogonischen “Holographischen Prinzip” und der Philosophie der Anamorphose. Man muss sich entfernen, um den Überblick zu erhalten. So verliert man aber den Blick für das Detail. Verliert man sich im Detail, verschwindet der Überblick. Es ist formal und thematisch ein flexibles Sehen von Nöten. Topologische Räume verlieren allerdings nicht ihren Inhalt bei einer Mannigfaltigkeit

Es ist der Betrachter, dem diese Information entgleiten kann. Ich sehe eine indirekte Überschneidung mit der modernen Zeit und der Zeit, in der die Anamorphose entwickelt wurde. Die von Maßlosigkeit und Prunksucht Weniger im Gegensatz zur Armut Vieler gekennzeichneten Zivilisation des Barock, ähnelt unserer jetzigen Zeit sehr. 

Wir haben in der westlichen Zivilisation ein Übermaß an allem und einen seltsamen Umgang damit: Fressen, Saufen, Sex und Dekadenz, während in anderen Teilen der Welt Leid, Fanatismus, Willkür, Ausbeutung und Gewalt über den Ländern schwebt. Deshalb finde ich meine intuitive Vorliebe für meist sehr opulente und gefüllte Blätter in Kombination mit düsteren oder seltsamen Gestalten als einen passenden Spiegel unserer neobarocken Zeit.

"Serafim - Tetramorph", Fragment - Schab-LithografieGalerie Schablithographie
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Samstag, 5. Dezember 2015

Der entstellte Blick


Als ästhetische und zugleich philosophische Form eignet sich die Anamorphose außerdem zur Vermittlung von ganz unterschiedlichen Inhalten, seien sie symbolischer, metaphysischer, religiöser, politischer, erotischer oder auch okkulter Art. In ihrer Philosophie geht es unter anderem um die Kritik an einen eingeschränkten, zentral gerichteten und starren Blick. 

"Zone" - Bleistift, Buntstift, Kreide - Galerie Farbgrafik

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Die Anamorphose in der Kunstgeschichte tritt als Überraschungsmoment auf, um den naturalistischen Anspruch parodistisch aufzudecken und die Selbstgewissheit der Betrachter zu erschüttern. Wir sind umgeben von Bildern, die wir nicht mehr verstehen, weil wir vergessen haben, von welchem Standpunkt aus sie zu betrachten sind. 

Verwundert und ratlos hocken wir vor unseren eigenen Verzerrungen und kennen uns nicht mehr aus, weil wir geneigt sind, alle Bilder gleich zu betrachten, und uns so die Wahrnehmung des richtigen Aspekts selbst verstellen.

Sie bewegt uns im buchstäblichen Sinne dazu, unsere Anschauungsweise zu ändern und darin flexibel zu sein. Allerdings erlaubt sie auch zurückzutreten und die Dinge einfach zu betrachten, sie sein zu lassen, wie sie sind, wenn ein logisches Verständnis dafür nicht möglich ist.

"Kokon", Fragment - Bleistiftzeichnung - Galerie Zeichnungen

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„ Auch bei Gottfried Wilhelm Leibnitz stößt man auf die Vorbehalte gegenüber dem menschlichen Erkenntnisvermögen und die Einsicht in die Beschränktheit des empirischen Wissens. In der Theodizee stellt er eine Analogie her zwischen dem verzerrten anamorphotischen Gemälde und dem Bild, das sich der menschliche Verstand von der Welt macht. ...

Der Eindruck der Verworrenheit der Welt täusche also und bilde sich nur im menschlichen Verstand ab, der innerhalb der Grenzen des empirischen Wissens verbleiben muss. Der anamorphotische Standpunkt liegt damit unerreichbar außerhalb der menschlichen Sphäre.“

(„Der entstellte Blick: Anamorphosen in der Kunst, Literatur und Philosophie“ von Kyung-Ho Cha und Markus Rautzenberg, Seiten 10-11)

"Allö, Allö", Fragment - Bleistift, Buntstift, Kreide - Galerie Farbgrafik

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Freitag, 4. Dezember 2015

Vexierbild


Das Vexierbild, das eine nicht auf den ersten Blick erkennbare Figur enthält, ist ein gutes Beispiel für eine Verzerrungstechnik. Es lässt sich nun verstehen als eine Anamorphose, bei der die erforderliche körperliche Verstellung des Blicks im Raum schrittweise reduziert wurde. 

Dabei lassen sich mannigfaltige Zwischenglieder denken, so etwa die Gemälde Arcimboldos, die, von ferne betrachtet, Portraits zu sein scheinen, und sich dann, je näher man an sie herantritt, immer deutlicher als Stillleben präsentieren.

Giuseppe Arcimboldo "Frühling" aus der Serie "Vier Jahreszeiten" (1563)
Giuseppe Arcimboldo "Frühling" aus der Serie "Vier Jahreszeiten" (1563)
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Mit dem Abstand des Betrachters vom Bild ist hier immer noch eine real räumliche Positionsänderung im Spiel. Bereits rein formal haben meine Arbeiten mehrere Ebenen. Es gibt als Grundlage eine Form, ein amorphes oder organisches Gebilde. Dieses erinnert ästhetisch bereits an verzerrte Formen in der Anamorphose. Erst beim näheren Herantreten erkennt man weitere Inhalte.

Beim klassischen Vexierbild sind die zwei Betrachterstandpunkte, denen sich auf dem Bild unterschiedliche Inhalte zeigen, gewissermaßen in einer einzigen Raumstelle verschmolzen. Sie sind, anders als bei der Anamorphose im engen Sinne, nur noch in einem übertragenen Sinne unterschiedliche Blickpunkte, aber doch auf unterschiedliche Blickwinkel oder Blicke weisen. 

Der richtige Blick muss auch hier gefunden werden und bei der Suche nach ihm sind weiterhin Körperhaltungen im Spiel, auch wenn sie bis auf ein Minimum reduziert werden können.

"Allö, Allö", Fragment - Bleistift, Buntstift, Kreide - Galerie Farbgrafik
"Allö, Allö", Fragment - Bleistift, Buntstift, Kreide - Galerie Farbgrafik
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Donnerstag, 3. Dezember 2015

Anamorphose


Um einen nicht festgefahrenen Standpunkt geht es auch in der Anamorphose, die sich nach der Erfindung der Zentralperspektive im Übergang von der Renaissance zum Barock entwickelt hat. Anamorphose bedeutet „doppelgestaltig“, gegenförmig oder „umgeformt“, sie leitet sich etymologisch von „wieder“ und „Gestalt“ ab. 

Was sie von der Zentralperspektive unterscheidet, ist ihre aktive Rolle. Sie ist eine optische Technik der kontrollierten Verzerrung. Dabei handelt es sich um ein Bild, welches auf einem besonderen geometrischen Konstruktionsverfahren beruht. 



"Mangold"- Bleistiftzeichnung - Fragment


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Dem zentral perspektivischen Bild ähnlich, gründet die Verzerrungstechnik auf einem mathematischen Raster. Das geometrisch berechnete Konstruktionsschema wird einzelnen Trapez- Raster stark verlängert sind. Im anamorphotischen Bild erscheint der abgebildete Gegenstand daher in elongierter Form. 

Um diese Verzerrung auszugleichen, muss der Betrachter die Anamorphose von einem seitlichen Blickwinkel aus oder mit optischen Geräten betrachten. Die Elemente derartiger Darstellungen sind doppelt lesbar, vom einen Betrachterstandpunkt aus erscheinen sie in dieser, vom anderen Betrachterstandpunkt aus in jener Gestalt. Der Gestaltwandel wird nur dem aktiven Betrachter erfahrbar, der sich von einem Blickpunkt zum anderen bewegt.




"Mangold"- Bleistiftzeichnung, Fragment


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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Parallele Welten


Es geht mir im Allgemeinen um eine flexible, nicht festgefahrene Sichtweise. Das erklärt auch mein Interesse an der Möglichkeit der Existenz unterschiedlicher Ebenen, Etagen vom Weltverständnis

"Nikrasowa 60, Wohnung Nr. 48" - Schab-Lithografie, Galerie Schablithografie

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Man kann sich meine gezeichneten Figuren und Gebilde vorstellen, wie Wesen aus parallelen Welten, die holographisch von mir ins Geschehen gesetzt wurden. Manchmal haben sie aktiv mit einander zu tun. Manchmal wissen sie nichts voneinander. So gleiten sie von einer Galaxie in einer andere, von einem Mythos in die Realität oder aus meinen Traum in den von jemand anderen.

Es gibt Ideen über parallele Welten, die ebenfalls aus dem Holographischen Prinzip” entstanden sind: Wenn parallele Welten existieren, befinden sich diese in so einer Dimension, in der wir sie nicht erkennen. Es gibt eine Wahrscheinlichkeit, dass sie sich zwischen uns bewegen und wir einfach nicht den Sichtpunkt ändern können, um sie zu erkennen. 

Bei Diskussionen darüber entstanden Thesen, in denen die Wahrscheinlichkeit beschrieben wird, dass es parallele Welten geben kann, die komplett wie unsere sind, mit unzählbaren Möglichkeiten, die jeweils nur ein paar kleine Unterschiede haben können. 

"Fehlt..." - Schab-Lithografie - "Es fehlt ein Schritt über die Linie"

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Dass zum Beispiel die Tasse neben jemandem rot und nicht grün ist oder jemand in einer parallelen Welt ein abstehendes Ohr hat und in einer anderen noch einen Ohrring. Darum ging es mir eine lange Zeit während des Studiums, als ich Räume gezeichnet habe, in denen nur eine Kleinigkeit ungewöhnlich war. 

Das sollte darauf hinweisen, dass auf der Abbildung eine seltsame Realität sein könnte, die aber nicht sofort als eine andere, als die unsere, wahrgenommen wird. Vielleicht hat sich auch “etwas” aus einer anderen Welt in unsere Realität eingeschlichen.

Näher zum Diplom hin und während dessen stellte sich für mich heraus, dass komplette Realitätsverzerrungen spannender zu zeichnen sind.

"Anderswo" - Schab-Lithografie , Galerie Schablithografi

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Dienstag, 1. Dezember 2015

Schwarze Löcher - Holographisches Prinzip


Beim „Holografischen Prinzip“ (ebenfalls abgeleitet von der Stringtheorie) von Gerardus’t Hooft und Leonard Susskind wird beschrieben, dass sich das Universum in einer anderen Dimension befindet und wir nur ein Hologramm einer Information vom Rand des Universums sind.

Diese These stellte man zuerst für Schwarze Löcher auf. Alles, was sich am Schwarzen Loch ereignet, passiert am Ereignishorizont.

"Kokon" - Bleistiftzeichnung , Fragment
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Alle Ereignisse im Schwarzen Loch selbst seien nur Projektionen der Information vom Rand dessen in einer anderen Dimension. So wagten Gerardus ’t Hooft und Leonard Susskind die schockierende These, dass unsere Realität ein Hologramm sein könnte. Sie würde vom Rand des Universums, von dessen Ereignishorizont aus projiziert werden. (Wenn man dabei die Lichtgeschwindigkeit und das Ausmaß der immensen Entfernungen bedenkt, so wäre das, was im Moment geschieht Milliarden von
Jahren her.) 

So sind meine Grafiken auch nur ein Hologramm von etwas bereits Vorhandenem. Vielleicht sogar von einer Information, die sich außerhalb meines Verstandes befindet, denn es ist schließlich unklar, wofür der größte Teil des menschlichen Gehirns zuständig ist. Ich kann teilweise nicht erklären, woher ich die meisten Bilder nehme. Sie kommen oft von selbst. 

Meine Arbeiten sind aber auch ein Hilfsmittel, um etwas zu projizieren, das sich in mir befindet. Etwas, das ich nicht klar erkennen kann oder etwas, das ich kenne, aber innerlich nicht den nötigen Abstand habe, um es zu deuten oder zu klären. Außerdem ist es eben die Verarbeitung und Auseinandersetzung von dem Ausmaß des Unvorstellbaren, unter anderem dieser kosmischen Themen.

"Kokon" - Bleistiftzeichnung , Fragment
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Montag, 30. November 2015

Schwarze Löcher


In den Diskussionen über Schwarze Löcher wird ausgehend von der Stringtheorie eine Möglichkeit beschrieben, dass wenn es ein schwarzes Loch gibt und die Welt (ein Topologischer Raum) von diesem eingezogen wird, nichts verschwindet oder zerstört wird.

Alles würde sich auf eine Art Membran legen. Es würde eine Verzerrung von Raum und Zeit stattfinden, sich transformieren, also eine Mannigfaltigkeit durchleben. Es gäbe für uns allerdings keine merkliche Veränderung. Wir würden davon wahrscheinlich nichts mitbekommen, wären einfach nur in einer anderen Dimension

ᛝ www.andropova.de ᛝ "Transit" - Schablithografie
"Transit" - Schamanische Transformationszeremonie - Schablithografie
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Für uns ist auch die Bewegung als Bewegung selbst nicht merkbar, während die Welt sich dreht. Wir erahnen es nur durch die „Bewegung um uns“. Um tatsächlich erkennen und sehen zu können, müssen wir uns erst entfernen, um das Ganze betrachten zu können. 

Bei der Entfernung verliert man aber den Blick für die Details. Die meisten meiner Grafiken ergeben von weitem erst ein amorphes Gebilde und erst, wenn man herantritt, erkennt man die feinen Details, verliert aber den Überblick. So kann man die Sicht für das Ganze nur behalten, wenn man ständig flexibel in seiner Bewegung bleibt.

Beim Arbeiten durchlebe ich eine Mannigfaltigkeit, wie eine Welt während einer Verzerrung. Ein Thema, dass mich zurzeit beschäftigt, wird intuitiv aus dem Fiktiven ins Zweidimensionale transformiert. Meistens wächst die Grafik aus einem Detail heraus ins Ganze. Bei den Schablithografien bietet der Schabgrund, die "schwarze Materie", die Grundlage, zwischen der man formen kann.

... Fortsetzung folgt ...

"Transit" - Schamanen-Zeremonie - Schablithografie - Galerie Schablithografie
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Samstag, 28. November 2015

Topologische Räume - Teil 2


...Ich sehe eine Analogie zu dem Wort Schöpfung, denn man schöpft aus etwas heraus und erschafft daraus etwas Neues.

Selbst Künstler, die meinen eine absolut neue Kunstrichtung zu erschaffen, gehen von dem Standpunkt aus, sich gegen etwas bereits Vorhandenes zu lehnen. Sie schöpfen aus dem Gegenteil oder der Begrenzungen dessen, was noch nicht da war.

Matroschka eine Porzellanpuppe, die sich entpuppt - Galerie Porzellankunst ᛝ www.andropova.de ᛝ
Matroschka - eine Porzellanpuppe, die sich entpuppt - Galerie Porzellankunst
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Mich beflügelt der Gedanke an das kosmische Ausmaß und dessen mögliche Größeninterpretation. Es könnten viele Galaxien parallel neben einander existieren, oder in einander wie eine Matroschka.

Man könnte sich auch das Große im Kleinen vorstellen, wie ganze Welten in einer Kaffeetasse. Wichtig ist der Standpunkt von dem wir ausgehen. Ein eigener Kosmos ist schon die Insektenwelt, die Mikrobiologie oder die Atomwelt. Uns ist nicht bekannt wie klein es noch werden kann. Die Mikrowelt ist für uns genau so weit weg wie die Makrowelt. Ein eigener Kosmos kann schon der Raum sein, in dem wir uns befinden. 

"Kaffeetasse" - Schablithografie - Galerie Schablithografie ᛝ www.andropova.de ᛝ
"Kaffeetasse" - Schablithografie - Galerie Schablithografie
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Die Möglichkeit, den Standpunkt unserer Wahrnehmung nach Belieben variieren zu können, ist für mich anregend. Abgesperrt in einem Raum sitzend, kann man nicht genau wissen, was außerhalb passiert. Man kann sich hinter der Schranktür oder einer Wand eine parallele Welt zusammen spinnen oder sich etwas Märchenhaftes ausdenken. 

Vielleicht befindet sich dahinter aber auch die gleiche Realität, aber gespiegelt und auf dem Tisch steht vielleicht eine Tasse, die einfach nur eine andere Farbe hat. Die Idee einer mehrschichtigen und unergründbaren Welt ist die Grundlage, die sich in allen meinen Arbeiten befindet.

... Fortsetzung folgt ...

"Parallelitum" - Schablithografie - Galerie Schablithografie ᛝ www.andropova.de ᛝ
"Parallelitum" - Schablithografie - Galerie Schablithografie
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Freitag, 27. November 2015

Topologische Räume - Teil 1

Unter Topologischen Räumen versteht man einen Ort, dessen gewählte Umgebung und die darin liegende Menge oder Information, welche bei einer geometrischen Verformung, Verzerrung oder Veränderung nicht seine Information oder Menge verliert.

Als Beispiel kann man einen Ball aus Ton nehmen und diesen zu einem Würstchen kneten. Dabei verändert sich nur die Form, aber das Material, die Masse und die darin enthaltene Information bleibt wie zuvor. Die Formel zur Verzerrung dieser Menge nennt sich Mannigfaltigkeit.

"Ereignishorizont" - Schab-Lithografie, Fragment - Galerie Schab-Lithografie ᛝ www.andropova.de ᛝ
"Ereignishorizont" - Schab-Lithografie, Fragment - Galerie Schab-Lithografie
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Mich interessiert der Kosmos, das Intergalaktische, parallele Welten, Welten in Welten, das große Ausmaß, das Unvorstellbare, denn für mich fängt alles dort an. Das ist das große Ganze, woraus wir schöpfen. Die ganze Information, alles ist meiner Meinung nach bereits vorhanden.

Wir sind nur ein Bruchteil der Sinne dieser Welt, die wir nur als ein kleines Stückchen filtern und wahrnehmen, aber als unser eigenes “Schöpfungskind”, als eigene Idee wiedergeben.

Ich sehe den Menschen eher als eine Art Transformator, der ein Signal empfängt, transformiert und dafür seinen Ausdruck findet. Ich glaube, dass es falsch ist eine Idee als sein absolutes Eigentum zu benennen. Sicherlich hat der Mensch sich die Form dazu ausgedacht. Es spielen aber viele äußerliche und innerliche Faktoren mit hinein, die zum Resultat führen. Für mich ist das eine Evolution, bei der der Mensch eine Rolle als Transit spielt. 

Ich sehe eine Analogie zu dem Wort Schöpfung, denn man schöpft aus etwas heraus und erschafft daraus etwas Neues.

... Fortsetzung folgt ...

"Ereignishorizont" - Schab-Lithografie, Fragment - Galerie Schab-Lithografie
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Mittwoch, 25. November 2015

Wurzeln wachsen im Himmel



"Kosmogonie" - Ausschnitt einer Schablithografie ᛝ www.andropova.de ᛝ
"Kosmogonie"
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Nicht Finsternis noch Chaos. Finsternis
verlangt Augen die sehen, wie der Klang

und die Stille nach dem Gehör verlangen,
der Spiegel nach der Form die ihn bevölkert.

Weder der Raum noch die Zeit. Nicht einmal
eine Gottheit, die jene Stille vor

der ersten Nacht - sie wird unendlich sein -

der Zeit vorausbedenkt. Der große Fluß
von Heraklit dem Dunklen hat noch nicht

seinen mysteriösen Lauf begonnen,
der vom Vergangenen zu Zukunft fließt,

der vom Vergessenen hinfließt zum Vergessenen
Etwas das schon leidet. Etwas das fleht.

Dann die Universalgeschichte. Jetzt.


Jorge Luis Borges


"Kosmogonie" - Ausschnitte einer Schablithografie ᛝ www.andropova.de ᛝ
"Kosmogonie" - Ausschnitte einer Schablithografie
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Mehr zu den Arbeiten und deren Erwerb auf meiner Homepage:
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Dienstag, 24. November 2015

Mannigfaltigkeit


Wenn man also den Surrealisten sagt, sie seien Maler einer stets wandelbaren Traumwirklichkeit, so darf das nicht etwa heißen, daß sie ihre Träume abmalen, 
oder daß sich ein jeder aus Traumelementen seine eigene kleine Welt aufbaue, 
um sich in ihr gütlich oder boshaft zu gebärden, 
sondern daß sie sich auf dem physikalisch und psychisch durchaus realen (‚surrealen‘), 
wenn auch noch wenig bestimmten Grenzgebiet von Innen- und Außenwelt frei,
 kühn und selbstverständlich bewegen...“, 

Max Ernst

"Mannigfaltigkeit" - Ausschnitt einer Bleistiftzeichnung
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"Mannigfaltigkeit" - Ausschnitt einer Bleistiftzeichnung

Die Mannigfaltigkeit ist ein Titel einer meiner Grafiken. Dies ist allerdings im Allgemeinen ein wundervoller Stichpunkt, der sich in meine Arbeiten einbettet. Es gibt noch so einige Titel, Begriffe und Philosophien, die Themen, die mich inspirieren, beschreiben und Arbeitswege beschreiben. So wie die Anamorphose, Kosmogonie und noch einiges mehr. 

Bei dem Begriff Mannigfaltigkeit handelt es sich um die Vielfalt von etwas. In meinem Fall ist es die Vielfalt unterschiedlicher Wesen und Welten auf meinen Arbeiten.

Eine Mannigfaltigkeit nennt man aber auch eine mathematische Formel, die etwas aus einer Perspektive in eine andere transformiert. Die zum Beispiel aus einer zweidimensionalen eine dreidimensionale Welt machen kann, ohne ihre Maßinformation zu verändern. Das heißt, dass wenn man einen Ort und vielleicht eine gewählte Umgebung davon aus einer zweidimensionalen Weltkarte auf einen Globus umschreiben möchte, so ändern diese ihre Dimension, aber nicht die Entfernung zu einander, oder ihren Inhalt.

Es gibt aber trotzdem einen wesentlichen Unterschied in ihrer Plattform, was für ein Lebewesen selbst, das sich vielleicht auf dieser Plattform befindet, nicht merklich wäre, da es mitten drin ist und nicht die Entfernung einnehmen kann, um die Veränderung zu merken.

Die Kosmogonie (griechisch „Weltzeugung“) bezeichnet Erklärungsmodelle zur Entstehung und Entwicklung der Welt. Diese können mythisch die Weltentstehung deuten oder rational erklären. Kosmogonische Vorstellungen gehören zum Bereich der Mythologie und kosmogonische Theorien sind Gegenstand der Philosophie oder der Naturwissenschaften. So beschäftige ich mich in einer künstlerisch subjektiven Auseinandersetzung mit den mythischen und naturwissenschaftlichen Aspekten dieses Themas.
Ich bin diejenige“kosmogonischen” Gedanken aus der Ideenperspektive durch eine Mannigfaltigkeit materialisiert. Ich bin der Schöpfer dieser seltsamen, parallelen Welten auf einem zweidimensionalen MediumJeder Künstler ist der Schöpfer einer Kosmogonie.

Anna Andropova

"Mannigfaltigkeit" - Ausschnitt einer Bleistiftzeichnung
ᛝ www.andropova.de ᛝ
"Mannigfaltigkeit" - Ausschnitt einer Bleistiftzeichnung

Mehr von meinen Arbeiten können Sie auf meiner Homepage sehen.
Diese Grafiken sind als Originale auch erwerblich.

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Montag, 23. November 2015

Anna Andropova - Künstlerin des Monats

Anna Andropova wurde für den November als Künstlerin des Monats ausgezeichnet

Annas Kollektion bei Arssedia - Design Holzstühle mit Motiven von Annas Schablithografien Bestellung über Arssedia sowie direkt über Annas Website möglich
Annas Kollektion bei Arssedia - Designer Holzstühle mit Motiven von Annas Schablithografien
Bestellung über Arssedia sowie direkt über Annas Website möglich
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Seit einiger Zeit arbeitet Anna mit der Designfirma "arssedia". Ihre Arbeiten dienen hier als Oberflächendesign für deren Stühle. Das außergewöhnliche hierbei ist, dass Grafiken direkt auf das Holz - ohne Klebefolie oder Ähnlichem - übertragen werden.

Diese Stühle sind gleichzeitig Kunst - Design - und Nutzobjekte in einem. Seit dem 31.10.2015 kann man die Stühle auf Homepage von www.arssedia.de erwerben.

Seit der Zusammenarbeit mit "arssedia" und einem spannenden Einblick, was noch alles mit den Arbeiten von Anna Andropova möglich ist, kann man sich gut vorstellen, dass ihre Arbeiten noch andere Wege einschlagen. Die Stühle von arssedia sind ein schönes Beispiel dafür, dass ihre Werke Oberflächen von Möbeln oder auch Textilien und Geschirr wundervoll verzieren würden. 

Als Unikate, als Kunstwerke sind Annas zauberhaften Welten ein besonderer Besitz, doch kann man sich auch ein Kleid, Bettbezug usw. mit Annas filigraner Ausdrucksweise gut vorstellen. Es ist ein Augefang in jeder Hinsicht. 

Die Kunst ist die wichtigste Richtung für die Künstlerin, doch möchte sie ihre Augen offen halten und sich nicht einschränken lassen.

Bei Interesse an einer Zusammenarbeit freut sich Anna Andropova über Ihre Anfrage. 

Annas Kollektion bei Arssedia - Design Holzstühle mit Motiven von Annas Farbgrafikwerken und Zeichnungen  Bestellung über Arssedia sowie direkt über Annas Website möglich
Annas Kollektion bei Arssedia - Designer Holzstühle mit Motiven von Annas Farbgrafikwerken und Zeichnungen 
Bestellung über Arssedia sowie direkt über Annas Website möglich
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Anna Andropova ist "Künstlerin des Monats November" - bis zum 30.11.2015 - 15% Rabatt zzgl. Weihnachtsrabatt von 20% bis zum 20.11.2015 auf Annas Kollektion bei Arssedia

Mehr Bilder und Informationen zu Annas Werken in Design und anderen Kunstbereichen finden Sie auf Annas Website www.andropova.de

Sonntag, 22. November 2015

Geleit

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist, als die Welt des Traumes.“ 
Salvador Dali

"Die Anderen" im Prozess auf dem Lithografie Stein
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Mich fasziniert eine Wanderung zwischen der gewohnten materiellen und einer fantastischen Welt, das Spiel mit den Übergängen zwischen dem Wachsein und den Träumen. Ob ich ein Traktat von etwas Erlebtem, einem Traum, einer ausgedachten Welt, Legende, Idee oder der Wirklichkeit darstelle, ist eine Sache der eigenen Interpretation. 

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Eine Arbeit, die leider kaputt gegangen ist, aber eventuell noch fertig gemacht wird

Meine Arbeiten sind literarisch, allerdings ist für mich die Geschichte erzählt, sobald sie auf dem Blatt, dem Stein oder einem anderen Medium geschrieben steht. In Russland sagt man auch, dass man ein Bild schreibt und nicht malt. 

Danach ist der Betrachter dran, wenn er denn Lust hat, sich einzulassen, in diese Welt zu versinken und zu entscheiden, wie er diese Arbeit sehen will, von welchem Standpunkt aus. Ob er versucht, durch meine Augen zu blicken, durch die Schablonen, die er durch meine Biografie meint zu erkennen oder ob der aktive Seher von seiner eigenen Geschichte aus losgeht und seine Welt in meine Arbeiten pflanzt.

Meine Grafiken gehören mir so lange ich an ihnen arbeite. Danach sind sie zwar von mir gemacht, befinden sich aber im Besitz des Augenblicks ihres Betrachters.

Ich werde nicht alles aufschlüsseln, worum es explizit in meinen Grafiken geht. Ich sehe es aber als eine schöne Möglichkeit im Allgemeinen aufzuschreiben, was mich zum Arbeiten bewegt.

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"Mangold"  Fragment einer Bleistiftzeichnung

Mehr Bilder und Informationen zu Schablithografien, Zeichnungen und anderen Annas Kunstwerken finden Sie auf Annas Website www.andropova.de .